NIGHTVISION IR-STRAHLER

 


Bitte beachten:

Normale IR-Strahler sind NICHT geeignet zum Einsatz mit Fotoapparaten oder Kameras die auf CCD-Basis arbeiten. Ebenso sind diese Strahler NICHT oder nur bedingt für das FERO51 geeignet. Beim FERO51 hilft nur die Originale IR-Lampe mit richtig Watt!  Sonst ist das FERO51 nicht besser als ein gutes 7x50 Nachtfernglas.


Einige Worte zur Verwendung von Infrarotstrahlern
in Verbindung mit Nachtsichtgeräten

Um zu verstehen wie ein IR-Strahler arbeitet muss man zuerst wissen wie ein
Nachtsichtgerä tals Lichtverstärker funktioniert. Das ist die Voraussetzung.
Grundsätzlich gilt: Ohne Licht - kein Bild!

Da hilft auch keine XD-4, XR-5 oder gar 3. Generation, sondern nur ein IR-Strahler!

Um nun im Dunkeln zu "sehen" kommt eine Infrarot-Zusatzbeleuchtung zum Einsatz. Diese Strahler erzeugen einen Lichtstrahl im Infraroten, unsichtbaren Lichtbereich von 800-900 Nanometer je nach Ausführung. Und jetzt kommt das Problem.

Ein 150mW Strahler mit einen Infrarotbereich von 870nm erzeugt kein so gutes Bild wie ein 75mW Strahler mit 805nm so die Beschwerde eines Kunden. Zum Einsatz kam ein Gerät mit einer GEN2+ US Röhre.

Wie ist das zu Erklären:
Ganz einfach. Jedes Nachtsichtgerät ist mit einer Infrarotempfindlichen Röhre ausgestattet die in einem genau definierten Bereich Infrarotempfindlich arbeitet. Die Infrarotstrahlung kann nur innerhalb dieser Grenzen verstärkt werden. Anhand des Herstellerdatenblattes der Röhre können Sie erkennen in welchem Bereich die Röhre an besten arbeitet und können danach einen passenden IR-Strahler auswählen.

Merke: jeder Röhrentyp ist anders. Auch gibt es in der Empfindlichkeit große Unterschiede bei und innerhalb den verschiedenen Generationen. Da die verschiedenen Generationen von Nachtsichtgeräten auch unterschiedliche Arbeitsbereiche innerhalb des elektromagnetischen Wellenspektrums aufweisen, sollte ein zusätzlicher IR-Aufheller immer der Wellenlänge der jeweiligen Generation des Nachtsichtgerätes entsprechen.

Gerade bei der 1.Generation mit ihrem Schwerpunkt im nahen sichtbaren Bereich (um 780 nm) würde ein IR-Strahler, der für nachfolgende Generationen (ab GEN2) konzipiert wurde, weniger effektiv sein. Einen IR-Strahlerr für die 1.Generation sieht man deshalb noch mit bloßem Auge dunkelrot leuchten was bei anderen Stahlern mit höherer Wellenläge ab 875nm nicht mehr der Fall ist.

Röhren der 2. Generation arbeiten hauptsächlich im Bereich zwischen 780 und 880nm Wellenlänge. Die XD-4™ Röhre von DEP arbeitet im Bereich 400 nm - 900 nm.
Eine GaAs-Röhre der Gen III im Bereich von 550 - 930 nm.

Für Sie als Kunden heißt das - probieren geht über Studieren!

 

Gesamtspektrum des Lichts.
Hier sehen Sie grob, daß das Sichtbare Licht bis 780nm geht.

Daten einer XD4 DEP Röhre (Bildquelle DEP)

Wenn Sie hier einen IR-Strahler mit einer Wellenlänge von 870 nm einsetzen
muss er wesentlich mehr Leistung haben als ein Strahler mit 800nm um die
gleiche Wirkung zu erzielen.


Sie sehen, daß bei den IR-Strahlern sehr viele Faktoren zu beachten sind.
Ähnlich wie bei den Nachtsichtgeräten werden auch hier die abenteuerlichsten
Versprechungen hinsichtlich der Leistung gemacht. Denken Sie immer daran:
Die meisten Angaben beziehen sich auf die Top-Nachtsichtgeräte und nicht auf ein
10 Jahre altes GEN1 Gerät aus einer Versteigerung.

Bitte beachten Sie immer folgendes: Jeder Infrarotstrahler zeigt an jedem unterschiedlichen Nachtsichtgerät bzw. Röhre ein anderes Bild bezüglich Helligkeit und Reichweite.

Heute gibt es insgsamt drei Arten von Nachtsichttauglichen IR-Strahlern.
1. LED-Lampen
2. LASER-Lampen
3. normale Glühbirnen

LED:
Die meisten heute erhältlichen Infrarotlampen basieren auf der LED-Technologie.
Die Birne ist also eine ungefährliche LED Lampe die anstatt weiß, rot, oder
grün im Infraroten Bereich zwischen 780 und 880nm leuchtet.
Die meisten handlichen Geräte haben eine Leistung zwischen 30 und 120mW lt.
Hersteller. Achten Sie beim Kauf eines Strahlers darauf, daß die Leistung schaltbar
ist. 120mW können für ein gutes GEN2 Gerät im absolut dunklen Wald für den
Nahbereich schon zu stark sein und unter Umständen durch Reflektionen blenden.

Abb. links eine LED aus einem 120mW Strahler,
rechts normale IR-LED wie z.B. für Fernbedienungen oder LED-Lampen für Kameras.
Diese LED-Form wird auch vielfach in IR-Strahlern für Nachtsichtgeräten eingebaut.

LASER:
Laserstrahler im Einsatz bei der Nachtsichttechnik sind eine feine Sache, wenn man
weiß was man da in der Hand hat. Laser bieten im Gegensatz zu den LED-Strahlern bei gleicher Leistung eine weitaus größere Leuchtweite bzw. Ausleuchtung. Bei allen Vorteilen gibt es hier auch einige Nachteile. Laserlampen bestückt mit LASERDIODEN können durch den gebündelten unsichtbaren Lichtstrahl zum Verlust des Augenlichtes führen. Durch den unsichtbaren Lichtstrahl gibt es keinen Lidreflex! Achten Sie bei Einsatz immer darauf niemanden auf kurze Entfernung direkt, oder indirekt durch Reflektionen anzuleuchten. Leider ist bei vielen LASERDIODEN die Klasse nicht angegeben. Gehen Sie deshalb immer davon aus, daß der Laserstrahler im Betrieb immer eine Gefahr darstellt.

Die Lebensdauer der IR-Strahler ist kürzer als die der LED-Strahler.

 

Abb. links eine Laserdiode komplett mit der Ansteuerelektronik.

  

Wer mehr über die Laserklassen wissen möchte  der findet im Internet reichlich Informationen. Suchen Sie nach DIN EN 60825-1oder einfach nach Laserklassen.
 
 


Denken Sie immer daran!
Direktes IR-Licht, egal ob LED oder Laser ist auch für die Röhre genauso schädlich wie helles Tageslicht!

Noch ein Wort zu den Herstellerangaben bezüglich der Leistung. Es ist ein großer Unterschied ob die angebene Leistung die aufgenomme, oder die abgebene ist. Weiterhin können Sie z.B. 100mw bei LED nicht mit 100mw LASER vergleichen. Das ist ein großer Unterschied!

 

Im Diagramm sehen sie die Spektralempfindlichkeit der Photonis-DEP Röhren und erkennen, daß der Bereich unter 800nm am Empfindlichsten ist.

Foto: Photonis-DEP

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Definition der Laserklassen

Klasse 1: Die zugängliche Laserstrahlung ist unter venünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen ungefährlich.
Anmerkung:
Die venünftigerweise vorhersehbaren Bedingungen sind beim bestimmungsgemäßen Betrieb eingehalten.

Der Grenzwert der zugänglichen Strahlung der DIN EN 60825-1:2001-11 im Wellenlängenbereich von 400 nm bis 1400 nm zur Klassifizierung eines Lasers ist zwischen 100 s und 30000 s gleich. Deshalb sind bei Langzeiteinwirkungen Belästigungen nicht auszuschließen.

Klasse 1M: Die zugängliche Laserstrahlung liegt im Wellenlängenbereich von 302.5 nm bis 4 000 nm. Die zugängliche Laserstrahlung ist für das Auge ungefährlich, solange der Querschnitt nicht durch optische Instrumente (Lupen, Linsen, Teleskope) verkleinert wird!
Anmerkung:
Sofern keine optisch sammelnden Instrumente verwendet werden, die den Strahlquerschnitt verkleinern, besteht bei Lasereinrichtungen der Klasse 1M eine vergleichbare Gefährdung wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 1.

Bei Einsatz optisch sammelnder Instrumente können vergleichbare Gefährdungen wie bei Klasse 3R oder 3B auftreten.

Klasse 2: Die zugängliche Laserstrahlung liegt im sichtbaren Spektralbereich (400 nm bis 700 nm). Sie ist bei kurzzeitiger Einwirkungsdauer (bis 0,25s) ungefährlich auch für das Auge. Zusätzliche Strahlungsanteile außerhalb des Wellenlängenbereiches von 400-700 nm erfüllen die Bedingungen für Klasse 1.
Anmerkung:
Bei Lasereinrichtungen der Klasse 2 ist das Auge bei zufälliger, kurzzeitiger Einwirkung der Laserstrahlung, d. h. bei Einwirkungsdauern bis 0,25s nicht gefährdet. Lasereinrichtungen der Klasse 2 dürfen deshalb ohne weitere Schutzmaßnahmen eingesetzt werden, wenn sichergestellt ist, dass weder ein absichtliches Hineinschauen für die Anwendung über längere Zeit als 0,25 ?, noch wiederholtes Hineinschauen in die Laserstrahlung bzw. spiegelnd reflektierte Laserstrahlung erforderlich ist.

Von dem Vorhandensein eines Lidschlussreflexess zum Schutz der Augen darf in der Regel nicht ausgegangen werden:

Für kontinuierlich strahlende Laser der Klasse 2 beträgt der Grenzwert der zugänglichen Strahlung (GZS) P grenz =1 mW (bei C6= 1).

Klasse 2M: Die zugängliche Laserstrahlung liegt im sichtbaren Spektralbereich von 400 nm bis 700 nm. Sie ist bei kurzzeitiger Einwirkungsdauer (bis 0,25s) für das Auge un-gefährlich, solange der Querschnitt nicht durch optische Instrumente (Lupen, Linsen, Teleskope) verkleinert wird! Zusätzliche Strahlungsanteile außerhalb des Wellenlängenbereiches von 400-700 nm erfüllen die Bedingungen für Klasse 1 M.
Anmerkung:
Sofern keine optischen Instrumente verwendet werden, die den Strahlquerschnitt verkleinern, besteht bei Lasereinrichtungen der Klasse 2M eine vergleichbare Gefährdung wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 2.

Bei Einsatz optisch sammelnder Instrumente können vergleichbare Gefährdungen wie bei Klasse 3R oder 3B auftreten.

Klasse 3A: Die zugängliche Laserstrahlung wird für das Auge gefährlich, wenn der Strahlquerschnitt durch optische Instrumente verkleinert wird. Sie ist für das Auge ungefährlich, solange der Querschnitt nicht durch optische Instrumente (Lupen, Linsen, Teleskope) verkleinert wird! Ist dies nicht der Fall, ist die ausgesandte Laserstrahlung im sichtbaren Spektralbereich ( 400 nm bis 700 nm) bei kurzzeitiger Einwirkungsdauer (bis 0,25s), in den anderen Spektralbereichen auch bei Langzeitbestrahlung, ungefährlich.
Anmerkung:
Bei Lasereinrichtungen der Klasse 3A handelt es sich um Laser, die nach der alten Norm klassifiziert worden sind.

Sofern keine optischen Instrumente verwendet werden, die den Strahlquerschnitt verkleinern, besteht bei Lasereinrichtungen der Klasse 3A, die nur im sichtbaren Spektralbereich emittieren, eine vergleichbare Gefährdung wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 2. Bei Lasereinrichtungen der Klasse 3A, die nur im nicht sichtbaren Spektralbereich emittieren, besteht eine vergleichbare Gefährdung wie bei Lasereinrichtungen der Klasse 1.

Klasse 3R: Die zugängliche Laserstrahlung liegt im Wellenlängenbereich von 302,5 nm bis 10 6 nm und ist gefährlich für das Auge. Die Leistung bzw. die Energie beträgt maximal das Fünffache des Grenzwertes der zulässigen Strahlung der Klasse 2 im Wellenlängenbereich von 400 nm bis 700 nm.
Anmerkung:
Lasereinrichtungen der Klasse 3R sind für das Auge potentiell gefährlich wie Lasereinrichtungen der Klasse 3B. Das Risiko eines Augenschadens wird dadurch verringert, dass der Grenzwert der zugänglichen Strahlung (GZS) im sichtbaren Wellenlängenbereich auf das Fünffache des Grenzwertes der zugänglichen Strahlung für Klasse 2, in den übrigen Wellenlängenbereichen auf das Fünffache des Grenzwertes der zugänglichen Strahlung für Klasse 1 begrenzt ist.

Klasse 3B: Die zugängliche Laserstrahlung ist gefährlich für das Auge, häufig auch für die Haut.
Das direkte Blicken in den Strahl bei Lasern der Klasse 3B ist gefährlich. Ein Strahlbündel kann sicher über einen diffusen Reflektor betrachtet werden, wenn fol-gende Bedingungen gleichzeitig gelten:

der minimale Beobachtungsabstand zwischen Schirm und Hornhaut des Auges ist 13 cm;
die maximale Beobachtungsdauer 10s.
es treten keine gerichteten Strahlanteile auf, die ins Auge treten können

Ein Strahlenbündel kann nur dann über ein Diffusor betrachtet werden, wenn keine gerichteten Strahlanteile auftreten.
Eine Gefährdung der Haut durch die zugängliche Laserstrahlung besteht bei Lasereinrichtungen der Klasse 3B, wenn die Werte der maximal zulässigen Bestrahlung (MZB überschritten werden.

Klasse 4: Die zugängliche Laserstrahlung ist sehr gefährlich für das Auge und gefährlich für die Haut. Auch diffus gestreute Strahlung kann gefährlich sein. Die Laserstrahlung kann Brand- und Explosionsgefahr verursachen.
Anmerkung:
Lasereinrichtungen der Klasse 4 sind Hochleistungslaser, deren Ausgangsleistungen bzw. -energien die Grenzwerte der zugänglichen Strahlung (GZS) für Klasse 3 B übertreffen.

Die Laserstrahlung von Lasereinrichtungen der Klasse 4 ist so intensiv, dass bei jeglicher Art von Exposition der Augen oder der Haut mit Schädigungen zu rechnen ist.

Außerdem muss bei der Anwendung von Lasereinrichtungen der Klasse 4 immer geprüft werden, ob ausreichende Maßnahmen gegen Brand- und Explosionsgefahren getroffen sind; siehe auch §§ 10 und 16 der Unfallverhütungsvorschrift "Laserstrahlung